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Günstige Alternative zu Planity ohne Provision

Provisionsfreie Alternativen zu Planity gibt es ab 0 €: Booklane kostet 9,99 € im Monat, Qarte 24 € pauschal, ClientBase ist in der Beta-Phase gratis, und Boona startet bei 2 $ pro Fachkraft — alle ohne Provision und ohne Vertragsbindung. Planity liegt dagegen bei rund 49 bis 79 € monatlich, nimmt 20 bis 30 % auf Termine über seinen Marktplatz und bindet häufig für zwölf Monate. Bevor Sie diese Zahlen vergleichen, sollten Sie jedoch eine andere Frage beantworten — denn die Provision ist nicht grundsätzlich zu teuer. Sie ist nur dann zu teuer, wenn sie nichts liefert.

Die Provision bezahlt Sichtbarkeit. Brauchen Sie die?

Ein Marktplatz wie Planity verkauft nicht in erster Linie einen Kalender, sondern Auffindbarkeit: ein Verzeichnis, das bei lokalen Suchanfragen erscheint und Ihnen Kundinnen bringt, die Sie nicht kennen. Dafür sind 20 bis 30 % ein üblicher Preis — verglichen mit Werbung sogar ein fairer, weil er nur anfällt, wenn tatsächlich jemand bucht.

Das Problem beginnt an anderer Stelle. Sobald Ihre Stammkundschaft über den Marktplatz bucht, weil das eben der Link ist, den sie kennt, zahlen Sie Provision auf Umsatz, den Sie ohnehin gehabt hätten. Die Plattform vermittelt dann nichts mehr, sie kassiert nur noch.

Diesen Unterschied können Sie messen, statt ihn zu schätzen: Fragen Sie einen Monat lang jede neue Kundin, wie sie zu Ihnen gefunden hat, und zählen Sie, wie viele wirklich über die Plattform kamen. Der Anteil liegt fast immer deutlich unter dem Anteil der Buchungen, die über sie laufen. Genau diese Lücke ist Ihr Verlust.

Die Alternativen im Überblick

Software Preis/Monat Provision Vertragsbindung Passt zu
Planity ~49–79 € 20–30 % 12 Monate Neueröffnung ohne Kundenstamm
Booklane 9,99 € 0 % keine Selbstständige mit knappem Budget
Qarte 24 € 0 % keine Salon mit Schaufenster und Kundenbindung
ClientBase 0 € (Beta) 0 % keine Ausprobieren ohne Risiko
Boona ab 2 $ + 1 $/Fachkraft 0 % keine Team mit minimalen Fixkosten

Boona ist das einzige rein auf den Beauty-Bereich zugeschnittene Angebot dieser Liste: Online-Buchung, automatische Erinnerungen, Kundenprofile und Anzahlungen ab 2 $ für die erste Fachkraft plus 1 $ je weiterer. Die Termine laufen über Ihren eigenen Link, Ihre Website und Ihr Instagram — die Kundschaft bleibt Ihre. Prüfen Sie vorab Sprache und lokale Zahlungsmethoden; daran scheitern internationale Anbieter am häufigsten.

Was in der Schweiz dazukommt

Die Preise oben stehen in Euro, und die Anbieterlisten stammen meist aus dem EU-Raum. Für einen Salon in der Schweiz ändert das drei Dinge:

Zahlungsmittel. TWINT ist hierzulande Standard. Ein Buchungstool, das TWINT nicht unterstützt, verlagert das Kassieren zurück an die Theke — und macht damit den halben Nutzen zunichte. Fragen Sie danach, bevor Sie eine Testphase starten.

Währung und Abrechnung. Preise in Euro oder Dollar bedeuten Wechselkurse und je nach Karte Fremdwährungsgebühren. Bei einem Abo von 10 € fällt das kaum auf; bei mehreren Fachkräften summiert es sich.

Datenschutz. Die Schweiz ist nicht in der EU. Massgebend ist das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG), in Kraft seit dem 1. September 2023. Es ähnelt der DSGVO in vielen Punkten, ist aber nicht identisch — und die DSGVO kann zusätzlich greifen, wenn Sie Kundinnen aus dem EU-Raum bearbeiten. Gesundheitsdaten gehören auch nach revDSG zu den besonders schützenswerten Personendaten. Wer Behandlungsnotizen führt, stellt die Frage nach dem Auftragsbearbeitungsvertrag also, bevor der Preis überhaupt zum Thema wird.

Die Rechnung für Ihren Salon

Nehmen wir 8'000 Franken Monatsumsatz, davon 30 % über den Marktplatz, also 2'400 Franken. Bei 25 % Provision sind das 600 Franken, dazu rund 60 Franken Abo: gut 660 Franken im Monat, fast 8'000 Franken im Jahr. Derselbe Salon auf einem provisionsfreien Tool für zehn Franken zahlt 120 Franken im Jahr.

Die Differenz entscheidet sich allein an der Frage aus dem ersten Abschnitt: Wie viele dieser Marktplatz-Termine wären ohne die Plattform gar nicht zustande gekommen? Sind es fast alle, ist die Provision Akquise. Sind es wenige, ist sie eine Gebühr auf Ihre eigene Stammkundschaft.

Vertragsbindung: der Punkt, an dem es teuer wird

Zwölf Monate Mindestlaufzeit sind der zweite Grund, warum Salons wechseln wollen und es dann doch nicht tun. Prüfen Sie drei Dinge, bevor Sie unterschreiben — und ebenso, bevor Sie kündigen:

  • Enddatum und Kündigungsfrist. Ausserhalb des Fensters zu kündigen heisst oft, die Restlaufzeit trotzdem zu bezahlen.
  • Die automatische Verlängerung. Verlängert sich der Vertrag stillschweigend um ein weiteres Jahr, ist die Frist der eigentliche Vertragsinhalt.
  • Den Datenexport. Testen Sie ihn in der Probephase. Ein Kundenstamm, den Sie nicht exportieren können, gehört faktisch nicht Ihnen — und genau das hält Sie im Vertrag, nicht die Qualität der Software.

Für wen sich was eignet

Füllen Sie Ihren Kalender selbst, ist Booklane mit 9,99 € kaum zu schlagen. Wollen Sie zusätzlich Kundenbindung und ein Schaufenster, rechtfertigt Qarte seine 24 €. Zum risikolosen Ausprobieren taugt die Beta von ClientBase — fragen Sie aber nach dem Preis nach der Beta, bevor Sie Ihre Daten migrieren. Für ein Team mit minimalen Fixkosten bleibt Boona sinnvoll, sofern die lokale Abdeckung stimmt.

Und ein Fall spricht weiterhin für Planity: eine Neueröffnung ohne Kundenstamm und ohne eigenen Kanal. Dann kauft die Provision Sichtbarkeit. Sobald sich der Kalender von allein füllt, wird sie zu einem Abo, das mit Ihrem Erfolg mitwächst.

Die Provision ist dabei nur eine Stellschraube. Erinnerungen, Anzahlungen, Zahlungsmittel und die Portabilität Ihrer Kundendaten entscheiden zusammen darüber, was ein System Ihnen einbringt. Unsere weiteren Beiträge zur Terminbuchung für Salons und Studios behandeln diese Punkte einzeln.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die günstigste Alternative zu Planity?

Booklane für 9,99 € im Monat, ohne Provision und ohne Bindung. ClientBase ist während der Beta kostenlos und ebenfalls provisionsfrei — ein Beta-Preis ist allerdings kein dauerhafter Preis. Fragen Sie die künftige Preisliste ab, bevor Sie Ihre Daten migrieren.

Wie vermeide ich Provisionen auf meine Leistungen?

Mit einer Software ohne Marktplatz. Booklane, Qarte, ClientBase und Boona berechnen 0 % Provision. Der Gegenwert: Sie müssen Ihren Buchungslink selbst verbreiten — auf der Website, im Google-Profil und auf Instagram.

Verliere ich Kundinnen, wenn ich den Marktplatz verlasse?

Ihre Stammkundschaft nicht, sofern Sie sie informieren und Ihr neuer Link überall den alten ersetzt. Es entfällt der Zustrom derjenigen, die Sie über die Plattform entdeckt hätten. Messen Sie diesen Anteil, bevor Sie wechseln — er entscheidet, ob sich der Schritt lohnt.

Gilt für einen Schweizer Salon die DSGVO?

Primär gilt das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG). Die DSGVO kann zusätzlich greifen, etwa wenn Sie Kundinnen im EU-Raum ansprechen. Behandlungsnotizen sind in beiden Regimes besonders schützenswerte Daten — klären Sie den Auftragsbearbeitungsvertrag vorab.